#106 Podcast-Folge mit Mental-Coach Mischa Sarlette

Shownotes

In Folge #106 meines Podcasts spreche ich mit Mischa Sarlette. Mischa ist Mental-Coach für Profisportler und ambitionierte Athleten. Außerdem war er mal Kriminalpolizist und Einsatztrainer.

Gemeinsam sprechen wir über den Umgang mit Drucksituationen. Du erfährst auch, auf welche Erkenntnis aus seiner Zeit als Kriminalpolizist und Einsatztrainer mein Gast im Zusammenhang mit Drucksituationen zurückgreift.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen

00:00:02: bei Kreativ Coaching, dem Podcast für Kinder und Jugendtrainer.

00:00:08: Lerne neues von spannenden Gästen

00:00:10: und erweitere dein Coaching-Repertoire!

00:00:24: So, moin zu einer neuen Folge meines Podcasts und damit heiße ich meinen heutigen Gast Misha Salet Willkommen Und wir starten wie immer einmal mit der Selbstvorstellung

00:00:35: Ja hallo, Hallo Tjalf Danke für die Einladung.

00:00:37: Freut mich sehr dabei zu sein.

00:00:38: Also Ich bin Misha.

00:00:39: Misha Saalett komme aus dem deutschsprachigen Gebiet in Belgien, also Ost-Belgen.

00:00:46: Ich bin auch ein Vater, ich habe zwei Kinder und arbeite momentan als Mentalcoacher.

00:00:53: Sehr cool!

00:00:54: Dann finde ich natürlich im Bereich Mentalcoaching diesen Umgang mit Resilienz, mit Drucksituationen total spannend und du hast ja auch Polizeikräfte ausgebildet ... und war selbst Kriminalpolizist, also ist natürlich total spannend.

00:01:12: Ja welche Erkenntnisse du da mit in deine Arbeit mit rein nimmst?

00:01:17: Also wenn du an das Thema Umgang mit Drucksituationen denkst was assoziierst du damit... ...und inwiefern spielt da deine berufliche Vergangenheit auch eine Rolle?

00:01:29: Ich würde also was ich dann mit assozierere ist vor allen Dingen dass... ...druck ist ja immer so die eigene Wahrnehmung.

00:01:35: Also das heißt Ich vergleiche das immer gerne wie so ein Bergsteiger, der vor einem Berg steht.

00:01:42: Der unten steht und er hat den Berg vor sich und nimmt diesen Berg als sehr großwach.

00:01:47: Das ist das Ereignis, was vor ihm steht.

00:01:50: Und gleichzeitig ist aber auch die Wahrnehmung an den eigenen Fähigkeiten, dieses eigene Selbstbild.

00:01:58: Wenn wir da den Bergsteigern nehmen und der da oben hin möchte, braucht natürlich Material.

00:02:03: Er schaut dann in seinen Rucksack.

00:02:05: Und wenn er in seinen Rucksack schaut und da seine Fähigkeiten sieht, hat er dann das Gefühl, dass er es schafft diesen Berg da hochzukommen.

00:02:12: So, und wenn ich dann das Gefühle habe, dass sich diesen Berg nicht hochkommen mit meinem Rucksacks, mit meinen Fähigkeiten... Da geht's entweder darum zu schauen, okay ist der Berg wirklich so hoch wie er gerade aussieht?

00:02:26: Das heißt vielleicht auch die Perspektive zu wechseln Oder aber auch, sollte ich meinen Rucksack vielleicht nochmal öffnen und genau schauen was habe ich denn alles da drin?

00:02:36: Und was fehlt mir da gerade noch um diesen Berg zu besteigen.

00:02:39: So dieses Bild das nutze ich eigentlich sehr oft mit den Spochlornen um es zu verdeutlichen.

00:02:45: ja und da geht's dann eigentlich auch momentan wieder diese Wahrnehmung an dieses Ereignis runterzuschrauben oder aber auch die Wahrnehnung der Glauber in die eigenen Fähigkeiten hochzuschreiben so und das ist immer diese eigene Wahrnehmung.

00:02:59: Ja, was verbinde ich aber auch mit der Polizei?

00:03:01: Ich würde sagen bei die Einsätze bei der Polizei, die ich dann hatte sowohl beim Einsatzdienst als auch bei der Kriminalpolizei.

00:03:10: Da waren die Konsequenzen natürlich bedeutend größer und das hilft mir auch immer wieder bei den Sportlauen, immer wieder dem Ball ein bisschen flach zu halten das Worst-Case-Szenario, was da passiert.

00:03:23: Wenn du das Spiel nicht gut bestreitest, wenn du das spiel verlierst und den Elfmeter verschießt... ...wenn du das Rennen halt nicht auf dem Podium endest.

00:03:33: So ist es wirklich so gravierend!

00:03:36: Die Erfahrung bei der Polizei waren die Konsequenzen halt gravierends oder hätten sein können.

00:03:43: Das hilft mir natürlich immer den Ball da, wie gesagt flach zu halten ja.

00:03:50: Konsequenzen, das finde ich ganz spannend.

00:03:52: Weil das ist... Ich weiß nicht, ob ich es hundertprozent richtig in Erinnerung habe?

00:03:57: Ich meine dass es Jürgen Klopp mal gesagt hat!

00:04:02: Das war natürlich nicht der Vergleich Polizei und Fußball sondern nur Fußball innerhalb von verschiedenen Spielklassen.

00:04:08: aber er meinte, dass es eigentlich egal ist ob ich jetzt keine Ahnung kreispokalfinale also auf Kreisebene mich bewege in einem Finale oder ob ich das Champions League Finale spiele, weil subjektiv für mich diese Bedeutung so ähnlich ist einfach.

00:04:26: Weil ja dass eben das Niveau ist auf dem ich mich bewege und das für mich so eine Bedeitung hat.

00:04:32: Und das erzeugt natürlich so Druck der vielleicht von außen betrachtet nicht hundertprozent rational ist aber es fühlt sich für sich ein selbst ja trotzdem nach so einem starken Druck an.

00:04:47: Das erstmal für sich zu erkennen, ist natürlich die eine Sache.

00:04:51: Aber wie gehst du dann mit Sportlern an dieses Problem ran?

00:04:56: Weil nur weil sie sich das einmal vor Augen geführt haben wird die Bedeutung ja jetzt nicht gleich weniger und der Druck ist weg also.

00:05:07: Wie soll ich es erklären?

00:05:10: Viele Sportler verstehen ja im Endeffekt... Beziehungsweise verstehen wir gar nicht worum, wie Druck eigentlich entsteht.

00:05:19: Dieser Vergleich von diesem Berg mit dem Bergsteiger, das erklärt ja schon mal in der ersten Phase was ist eigentlich Druck?

00:05:27: und wie kommen es dass ich mich gerade so fühle?

00:05:31: Und wie du sagst, das ist im Endeffekt total subjektiv!

00:05:35: Ich habe selber... im höheren Amateurfußball gespielt bei meinem Heimatclub und da hatten wir einmal so ein Entscheidungsspiel vor tausendtausendfünfhundert Zuschauern.

00:05:44: Das war natürlich für mich in dem Moment, weil das das Ereignis ist.

00:05:49: Jemand der Champions League spielt und dann das Finale spielt.

00:05:51: Für den hat vielleicht dasselbe Empfinden gehabt, weil es für ihn ganz an... also für ihn war das subjektive Empfinden sehr ähnlich.

00:06:03: Diese Sichtweise zu sagen hey dieses Ereignis, was du gerade vor dir hast.

00:06:08: Ist das wirklich so groß wie du es gerade für dich selber machst?

00:06:13: Oder kann es nicht sein dass da eigentlich gar nicht so riesig ist, wie du dir's gerade selber aufbaust?

00:06:21: Das soll nicht heißen, dass man die Bedeutung von einem gewissen Spiel und Ereignisse auf Null setzen soll.

00:06:27: Aber beim Druck geht es ja vor allem darum, dass es nicht überhandgewinnt ist und dass da nicht zu viele Stressraumone ausgeschüttet werden.

00:06:35: Und meine Leistungen, die ich eigentlich abliefern möchte, dass diese Stressraume mich daran hindern weil es zu viel ausgeschüttert wird, sondern dass das in einem gewissem gesunden Master bleibt.

00:06:47: Da hilft mir ein Perspektivwechsel extrem und ich nehme da immer gerne so ein Beispiel, wenn jetzt jemand ein wichtiges Spiel oder ein wichtigiges Rennen hat.

00:06:56: Und sagt das ist das Rennen?

00:06:58: Das Spiel der Saison?

00:07:00: Dann sage ich hey, wenn du morgens beim Bäcker gehst und du triffst da die Oma aus dem Dorf und du sagst ja dass du jetzt das Spiel oder das Rennen hast.

00:07:09: So was wird dir davon sagen?

00:07:10: Was wird von diesem Ereignis halten?

00:07:13: Die wird wahrscheinlich sagen Euer schönen viel Spaß.

00:07:16: oder die wird sagen, ich habe keine Ahnung davon.

00:07:18: Lass mich bitte in Ruhe.

00:07:19: und dieser Perspektivwechsel der hilft natürlich das ganze Ereignis mal so ein bisschen runterzuschrauben ja da gibt es halt verschiedene Tools und Techniken wie man das machen kann diese Wahrnehmung herunter zu schrauben.

00:07:34: Genau das Thema Wahrneemungen hast du auch schon vorher angesprochen einfach generell in Bezug auf diesen Berg.

00:07:41: wie nehme ich den wahr?

00:07:42: Und dann auch abhängig davon Na ja was für ein Werkzeug mir zum Teil auch also nicht nur objektiv sondern auch in meiner Wahrnehmung zur Verfügung steht.

00:07:53: Ja genau

00:07:54: und da spielt hier auch eine Rolle vielleicht, ich finde das Bild mit dem Berg total gut und musste dabei dann aber daran denken dass es ja nicht nur den Berg gibt der vor mir steht.

00:08:09: Ich habe vielleicht schon einen anderen Berg bezwungen oder ein Teil von dem Berg der gerade vor mir steht, hab ich schon bezwung.

00:08:16: Von daher spielt ja auch das eine Rolle dabei wie ich Herausforderungen wahrnehme was ich schon in der Vergangenheit geschafft habe.

00:08:24: und dann ist ja jemand im Vorteil der vielleicht schon einfach größere Dinge geschafft hat und manche Haben vielleicht jetzt noch nicht die Riesen Herausforderungen gehabt oder haben schon Dinge gemeistert, aber haben das selbst gar nicht so für sich präsent was sie eigentlich schon geschafft haben.

00:08:42: Also was für eine Rolle spielt dieser Aspekt in deiner Arbeit?

00:08:46: Also super Beispiel.

00:08:49: was du gerade nimmst ist im Endeffekt auch wieder so ein Perspektivwechsel und zwar nenne ich das also dieses Raussoumen Und effektiv, vor zwei Wochen habe ich das noch mit dem Sportlogger gemacht.

00:09:01: Der hatte ein wichtiges Rennenvorsicht und da haben wir das Ganze mal rausgesucht.

00:09:08: Da haben gesagt hey auf deiner ganzen sportlichen Karriere die du bereits hinter dir hast und du auch noch vor dir haben wirst weil ich glaube im Sport ist es ja auch wichtig eine gewisse Visionen und auch eine gewissen Ziele zu haben.

00:09:20: So dann haben wir dieses Mal raus gesucht und gesagt was werden da denn nur alles für Bär gekommen?

00:09:26: Und dann sagte der aus selber Ja und hinter mir sind ja auch schon viele Berge, die ich gegangen sind.

00:09:31: So dann haben wir die Berge mal aufgezeichnet von der Höhe usw.

00:09:34: Und im Endeffekt war Anfang dieses Bild von diesem großen Berg, wenn man das rausgesummt habe, weil einmal hinten dran waren viele Bergen, dann kam der Berg jetzt vom nächsten Wettkampf und danach kamen auch noch ganz, ganz viele Berger.

00:09:48: so und das hilft natürlich extrem.

00:09:50: Einmal dieses Vergangene, da sind schon so viele Sachen die ich schon gemeistert hab.

00:09:55: Jedes Mal habe ich gedacht, das ist ein Riesenberg und wie werde ich den bestehen?

00:09:59: Und ich habe es geschafft.

00:10:00: Gleichzeitig aber auch... Ich hab nur so viel vor in meiner sprachlichen Karriere.

00:10:06: Wie dann dieser Berg der gerade da ist, ist ja im Vergleich zu dem ganzen Bergen die ich danach noch bescheiden möchte, ist eigentlich einfach nur eine Challenge, die ich gerade meistere.

00:10:19: Du hast sogar einen super Beispiel genommen.

00:10:21: Das hilft extrem da!

00:10:22: ... da mal die, da ein bisschen raus zu zoomen und den Blick dann ein bisschen zu öffnen.

00:10:28: Genau also wenn ich ja Situation meistern, dann spielt ja auch das Selbstvertrauen eine Rolle?

00:10:34: Also da sprechen wir im Grunde schon darüber.

00:10:37: aber spannend finde ich auch wie man ... ... Selbstvertrauen für sich versteht weil ich glaube da gibt es unterschiedliche Meinungen.

00:10:45: Also was ich jetzt für mich als Definition nutze ist halt dass ich bin da auch beeinflusst von Sebastian Mundrutz, von Cogniproof.

00:10:55: Also der unterscheidet zumindest zwischen Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein weil er sagt es gibt ja einfach die Sportler, die naja die haben breite Brust und sagen so Ja ich bin hier der Beste und so aber sind sich gar nicht so sehr über ihre eigenen Fähigkeiten im Klaren und posauen das einfach so raus so dass wir dann für ihn vielleicht selbst vertrauen, aber eben noch nicht selbstbewusst sein.

00:11:21: So und ... Selbstvertrauen baut dann auf dem Selbstbewusstsein auf, dass ich genau weiß was kann ich gut?

00:11:28: Was kann ich nicht so gut?

00:11:30: Und dann kommt das Selbstvertrauen.

00:11:32: Dieses Selbstbewusstein darüber haben wir im Grunde schon gesprochen.

00:11:37: Wie benutzt du diese beiden Begriffe in deiner Arbeit?

00:11:41: also welche Rolle spielt einmal das Selbst- vertrauen und einmal das selbstbewussten sein für dich?

00:11:47: Im Prinzip ist das eigentlich auch so eine, meistens in einer der ersten Coachings beziehungsweise schon fast schon im ersten Coaging.

00:11:55: Weil viele Sprachler kommen ja bei einem und sagen ich will selbstbewusster werden.

00:12:01: Und dann stellte ich mir gerne okay was heißt denn eigentlich für dich selbstbewusst?

00:12:04: Ja ein gutes Auftreten haben dass man merkt dass sich das kann, dass andere das noch sehen usw.

00:12:11: und dass ich mir das selber zutraue.

00:12:15: Mir geht es dann auch im Anfang darum, bevor wir selbstvertrauen arbeiten, arbeiten wir wirklich am Selbstbewusstsein.

00:12:22: Und die Wörter sagen das ja eigentlich schon an sich.

00:12:25: selbstbewusst sein heißt nichts anderes.

00:12:27: wie mir ist bewusst was ich selbst denke, was ich selbst fühle wie ich reagiere.

00:12:35: So und da unterpenge ich davon ob ich da jetzt stark bin oder ob ich das Gefühl habe eh dass kann ich noch nicht gut oder ob Ich das Gefühl hab diese Situationen die meister ich mit links und so weiter.

00:12:47: Wichtig ist halt dass mir das bewusst ist was ich kann beziehungsweise was ich gerade was mein Körper mir grade eigentlich zurück meldet und selbst vertrauen baut.

00:12:59: dann, wie du es gesagt hast, baut im Endeffekt darauf auf.

00:13:02: Das heißt ich traue mir selber Sachen zu.

00:13:06: Ich traue mich selber eine Aufgabe zu und das ist für mich die einfach und total simple Erklärung.

00:13:14: Ich habe ein Ereignis vor mir stehen.

00:13:16: Ich fraue mir selbst zu dieser Eregnis zu bestehen.

00:13:23: Aber diese Definitionen Beziehungsweise dieses Bewusstwerden dafür.

00:13:28: Das ist wirklich, ich würde sagen das Selbstbewusstsein ist oft noch viel schwieriger als dieses Selbstvertrauen weil ja was fühle ich eigentlich?

00:13:38: Was denke ich?

00:13:39: in welchen Situationen habe ich es schwierig?

00:13:41: Was meiste ich mit links war wo hab ich?

00:13:44: welche Situations sind herausfordernd?

00:13:47: da muss man schon verdammt ehrlich mit sich selbst sein und das ist glaube ich so die größte Herausforderung für viele Spockler.

00:13:54: Ja, ich glaube dass das auch ein Thema ist.

00:13:56: Das es sowohl für Sportler als auch für Trainer und Führungskräfte generell einfach sehr wichtig so sich selbst gut zu kennen also klar zu wissen was treibt mich motivational an?

00:14:13: wie reagiere ich in bestimmten Situationen?

00:14:17: Was brauche ich um Leistungen zu bringen?

00:14:20: aber das kann sich natürlich auch unterscheiden ... von dem was meine Sportler brauchen, um ... ... Leistung zu bringen.

00:14:28: Also da finde ich das heißt ... ... Motivbasierte Führungen ... ... wenn man bei ID-Aufgier auf Garni ... ... also wenn man da mal reinguckt, dann kann man sich so ein bisschen ... ... einleden.

00:14:37: Hatte auch schon eine Podcastfolge dazu mit ... ... Anapagir Aufgarni, also wer ... ... sich dafür hat, dass ihr da mal reinhören?

00:14:43: Also das finde ich ganz ganz spannend auf jeden Fall!

00:14:48: Ich hatte noch einen ... ... zweiten Punkt... ... ich komme aber ... Gerade ein bisschen davon ab.

00:14:56: Vielleicht kannst du erst mal sagen, Du arbeitest ja jetzt nur mit Sportlern nicht mit Trainern oder?

00:15:02: Also vielleicht kannst du trotzdem mal sagen wie du so den Stellenwert dann für Trainer siehst.

00:15:07: weil sich auch der Podcast

00:15:10: Ja, ich arbeite hauptsächlich effektiv mit Spochlern und Spochlerinnen zusammen.

00:15:16: Ein größer Teil im Fußball.

00:15:19: Ich begleite aber auch effektive ein paar Trainer.

00:15:21: Das heißt teilweise Jugendtrainer im NLZ-Bereich, Jugendtraine auch im Amateurbereich, aber auch im Profibereich arbeite ich auch mit dem Trainer zusammen.

00:15:35: Endeffekt ähnlich wie bei einem Spiele auch, geht es ja natürlich immer so um diese eigene persönliche Weiterentwicklung.

00:15:41: Aber auch um diese okay was habe ich denn eigentlich auch als Vision muss man schon sagen Trainer ist ja auch so eine Karrieremöglichkeit und das nutzen oder dass sehen viele auch so in der Karriere zu machen.

00:15:55: Und wo möchte ich da eigentlich hin?

00:15:59: Welcher Trainer möchte ich denn irgendwann mal sein?

00:16:03: Da bei der Ausarbeitung geht es immer darum, wie verhält sich denn meine beste Version von mir selber?

00:16:10: Das ist diese Vision.

00:16:12: Also wo würde ich mich gerne irgendwann mal sehen und wie verhält sich diese Person?

00:16:17: Geht's gar nicht darum zu sagen, ich muss in diesem Verein sondern eher... Wie ist der denn?

00:16:23: Wie verhält er sich bei einer schwierigen Situation, wie verhält es sich wenn die Spieler nicht das machen was geplant wurde.

00:16:30: Wie verhellt er sich gegenüber der Presse und über einen auslaufenden Vertrag.

00:16:38: Wenn er drei oder fünf Spiele ohne Liederlage hat.

00:16:42: Wie auch mit Jugendspielern und so weiter.

00:16:47: Ich glaube ich habe das Gefühl dass Dass der Stellenwirt im allgemeinen, so im mentalen Bereich schon für Sportler und Sportlerinnen immer mehr wächst.

00:16:58: Und dass die in ein oder anderen Trainern das auch immer bewusster wird.

00:17:03: Wenn ich was vermitteln möchte dann muss ich natürlich auch an mir selber arbeiten.

00:17:07: Das ist glaube ich ein sehr wichtiger Aspekt der trotzdem noch oft vernachlässigt wird glaub ich.

00:17:15: Ja total also.

00:17:17: ich finde nicht nur rein Vermittlung für die anderen Spieler, sondern auch weil ich ja selbst als Trainer meine Ziele verfolge.

00:17:27: Ich mache das mit Herzblut und dann nehme mich Herausforderungen auch mit.

00:17:35: Klar hat Einfluss darauf wie gut ist meine Leistung anderen etwas zu vermitteln aber auch einfach wie wohl fühle ich mich in meiner Trainertätigkeit Während ich solche Drucksituationen ausgesetzt bin, von daher fürs eigene Wohlbefinden und auch einfach für die Vermittlung total wertvoll für mich.

00:17:53: Ganz klar!

00:17:54: Und wenn du dich als Trainer nicht wohl fühlst oder das Gefühl hast diese Situation nicht meistern zu können... Das hat ja immer Auf Einfluss auf die Personen, die drum herum sind.

00:18:07: Sei es auf das Trainerteam, sei es auf den Verein und vor allem auch auf die Spieler.

00:18:13: Der Trainer, der bewusst an sich arbeitet.

00:18:18: Das ist glaube ich sogar einer der größten Hebel um da auch den Spielern was mitzugeben.

00:18:28: Mir ist noch der Punkt eingefallen den ich gerade bringen wollte und zwar würde ich nochmal in das Thema Selbstvertrauen reingehen.

00:18:36: also ich würde tatsächlich glauben Die Definition, die habe ich schon so voneinander getrennt wie es gern wollte.

00:18:45: Aber ich hatte dieses eine Beispiel genannt von einem Athleten der so breite Brust und sagt so Ich bin der Beste aber der sich gar nicht so selbst seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst ist Und hab dann gesagt das ist vielleicht Selbstvertrauen aber noch kein Selbstbewusstsein.

00:19:01: Ich würde sagen Das war vielleicht gar nicht ganz richtig weil das ist Vielleicht eher da wird mich mal interessieren wie du das dann nennen würdest, also vielleicht so eine Art vorgespieltes Selbstvertrauen.

00:19:11: Weil eigentlich kann er ja gar nicht so richtig sich vertrauen weil er ja noch gar nicht weiß was er überhaupt kann.

00:19:18: Also eigentlich ist es ja auch wenn ich mich unsicher fühle, kann ich ja vor anderen sagen Ja hier, ich bin der Beste von daher... Was ist das für dich?

00:19:28: Ich glaube dass hängt wirklich von der Situation ab.

00:19:31: Es kann natürlich eine Art und Weise sein, etwas vorzuspielen um vielleicht auch besser dazustehen.

00:19:41: Es kann aber auch sein dass man durch dieses Verhalten die Konkurrenz in einer gewissen Form beeinflussen oder beeindrucken möchte.

00:19:50: es kann aber nur von totaler Selbstüberschätzung oder Fehleinschätzungen sein.

00:19:56: Da sind schon drei Körpersprache.

00:20:00: Das kann aber auch wirklich die Überzeugung sein und ich werde das meistern.

00:20:08: Ich zeige mir das, indem ich mich körperlich dementsprechend verhalte und aufrecht gehe, mich aufrechthalte, Schultern auseinanderziehe oder lauter rede.

00:20:21: körperlichen, ich sag mal, Aktionen mache.

00:20:26: Hilft also im Endeffekt schon meinem selbst... Also je mehr ich dann auch davon daran glaube hilft das dann im Endefekt auch meine Herausforderung zu meistern.

00:20:37: Aber wie gesagt, ich glaub da sind einfach verschiedene Situationen und verschiedene Aspekte.

00:20:43: ja kann ganz unterschiedliche Gründe haben

00:20:48: Ja, aber ich finde man sieht bei deinen Beispielen auch schon gut.

00:20:51: Also wenn ich den Spieler nehmen der sagt er möchte den Gegenspieler beeinflussen da ist ja schon eine Form von Selbstbewusstsein irgendwo auch da weil er weiß okay Ich kann mit meinem Verhalten Einfluss darauf nehmen wie der andere hier jetzt auf dem Platz handelt.

00:21:07: also Von daher finde ich Da ist ja Schon so eine bewusste Ebene da und da Kann Man Gut So Abstufung Dann Auch Machen.

00:21:14: also Wie sehr das dann eventuell schon Selbstvertrauen sein kann oder eher nicht je nachdem, was er bezweckt.

00:21:21: Aber du guckst natürlich nicht in den Kopf rein.

00:21:23: aber wenn wir jetzt so über die Beispiele sprechen, was seine Intention dahinter ist, dann kann man schon ganz gut sagen, ist das eher Selbstvertrauen?

00:21:31: Und jetzt wo du es ansprichst ... da ist es natürlich super wichtig auch, wenn ich mit meiner Körpersprache etwas bei meinem Gegenüber bewirken möchte.

00:21:42: Das heißt, ich möchte Maschinen verunsichern und so weiter dann brauche ich die Selbstbewusstsein, warum?

00:21:49: Weil wenn mein Gegenüber das nämlich auch macht, da muss sich das ja auch richtig einordnen.

00:21:53: So und wenn ich dieses Verhalten nach außen hin bewusst einsetze oder mal gegenüber zur Schüchtern, dann muss mir auch klar sein er wird das genauso machen und ich werde es so einordern dass ich das auch so interpretiere und sage Der macht das gerade nur um mich zu verunsichern und ich lasse mich aber nicht vor unsichern.

00:22:14: Da ist oft dieser schmaler Grad, wo man diese Körpersprache nutzt oder nutzen kann und sich vielleicht auch selber verliert weil der gegenüber das Gleiche machen kann.

00:22:28: Das ist wirklich sehr, sehr schmal grad.

00:22:29: Und da braucht man halt so einen Bewusstsein für die eigenen Gedanken und für die eigene Gefühle und auch zu wissen wie weit kann ich da gehen?

00:22:39: darf das mich nicht beeinflussen, wenn es wieder zurückkommt.

00:22:43: Wie siehst du den Stellenwert von Mental Training?

00:22:47: Also den wahrgenommenen Stellenwert im Sport?

00:22:51: Du hast ja, meine ich schon angeschnitten so ein bisschen, dass eben steigt das Bewusstsein dafür, was richtig ist.

00:22:59: aber insgesamt wo denkst du stehen wir da?

00:23:03: weil ich da schon noch eine gewisse Zurückhaltung vielleicht, Skepsis auch noch wahrnehme.

00:23:11: Ja ich glaube das Thema wird im allgemeinen viel präsenter.

00:23:17: man muss aber auch unterscheiden zwischen wirklich Mental Training und Mental Coaching.

00:23:25: für mich ist Mental Training auch mehr dieses Kognitive, das heißt wirklich das was in meinem Kopf, was ich vorhabe zu machen.

00:23:32: Dass sich das auch wirklich umgesetzt bekommen.

00:23:33: also dass ist ja auch eine Form von Mental Training.

00:23:36: Das heißt wo man mit verschiedenen Übungen ganz bewusst an dieser Kognition arbeiten kann.

00:23:43: und beim Coaching geht es für mich eher darum zu sagen hey Ich habe mal mein Seil mit meinem Potenzial.

00:23:52: so da sind verschiedene Knoten drin und es geht darum die verschiedenen Knotens zu lösen.

00:23:56: Und die Knoten, die müssen vielleicht gar nichts mit dem Sport zu tun haben.

00:23:59: Sondern sie können auch mit anderen Themen zu tun habe.

00:24:02: So und da geht es eher dieses... Ich hab jemand in meiner Seite ein Mentalcoach, mit dem ich offen über Sachen sprechen kann.

00:24:10: Unabhängig davon ob das mit Sport ist oder nicht.

00:24:13: Die Schwierigkeit bei dem Ganzen ist Da glaube ich da ist vor allem so auch im Fußball Arbeit, beziehungsweise da sollte schon noch dran gearbeitet werden.

00:24:27: Dass halt Spieler noch glauben dass wenn sie sich öffnen und das öffentlich machen, dass die Mentalcoaching oder Mentaltraining machen.

00:24:36: Das der Trainer das dann auch als Schwäche ansieht so und wenn er das Gefühl hat das wird als schwächer angesehen dann wird er schon mal erstens nicht öffentlich spielen.

00:24:46: Dann wird er auf keinen Fall das Gespräch mit dem Trainer suchen, weil der ja denken würde scheiße wenn ich im Trainer das jetzt sage dass ich da ein Thema habe was gerade einen Knoten bei mir ist.

00:24:57: das würde ich gerne lösen und dann werde ich weniger Spielzeit bekommen weil der Trainer vielleicht denkt der ist gerade jetzt im Moment nicht so in der Lage vor der Leistung zu bringen.

00:25:07: So und der andere Spieler der nichts sagt der das aber gut so kaschieren kann und sagt, ich spiele da einfach mal meine Rolle weiter.

00:25:16: Bei dem könnte der Trainer das dann halt nicht denken.

00:25:18: Und deswegen ist da bei vielen Spielern noch wirklich die Hemmschwelle öffentlich zu machen bzw.

00:25:26: das überhaupt anzugehen.

00:25:28: Also ich denke, da ist noch wirklich Potenzial nach oben.

00:25:32: Wenn man das mit anderen Sportarten oder auch in anderen Ländern vergleicht – beispielsweise in den USA – Mittlerweile das Normalste der Welt, dass jemand sagt ich bin mental.

00:25:42: Ich habe ein Mentalcoach.

00:25:45: So da ist schon bald eher so etwas keine Mentalcoache wie also da ist das geht in die richtige Richtung aber ich glaube da ist auch noch ein bisschen Arbeit.

00:25:55: Würdest du dann sagen wenn du zwischen Mental Training und Mental Coaching unterscheidest?

00:25:59: Also beim Mental Coarching hast Du ja gesagt kannst ja auch um Themen gehen die jetzt nicht direkt mit dem Fußball zu tun haben aber eben Einfluss darauf nehmen dass da dann die Skepsis noch mal größer ist, weil es ist ja viel persönlicher.

00:26:16: Also das muss ja nicht nur die Skebsis sein irgendwie, dass man sagt Ja, das bringt ja nichts sondern auch einfach so diese Hemmungen sich dazu öffnen also... Ja,

00:26:26: also auf jeden Fall die Hemmung ist da grundsätzlich, ich glaube unabhängig vom Sport sich irgendjemandem zu öffnenden ist ja schon ein riesen Schritt, den man manchmal geht oder viele auch nicht gehen.

00:26:46: Weil die Hemmung halt da ist und man will sich halt nicht losstellen.

00:26:50: so das ist wahrscheinlich bei vielen das Gefühl und ich würde sagen beim Coaching könnte das sogar noch präsenter sein effektiv.

00:27:01: So je nachdem was für Ressourcen zur Verfügung stehen es ja die eine Möglichkeit eben dass was du ... machst, man holt sich extern jemandem dazu.

00:27:12: So da vielleicht machen wir das erst mal als ersten Schritt weil ich Ressourcen ja angesprochen hab.

00:27:21: also was für Möglichkeiten siehst du dann?

00:27:23: Ich meine hier hören jetzt sich das Trainer an die auf ganz unterschiedlichen Niveaus unterwegs sind.

00:27:28: so einige sind vielleicht im NLZ.

00:27:31: oder hast du dann finanziell nochmal bessere Ressources?

00:27:34: in den anderen bewegen sich irgendwo keine Ahnung, vielleicht sogar nur auf Kreisebene oder ein zwei Klassen drüber so.

00:27:41: Da spielt ja Geld dann auch irgendwie eine Rolle.

00:27:43: also was siehst du als realistisch an?

00:27:46: Was man so an externer Verstärkung machen könnte als Verein oder als Mannschaft wenn man in den Bereich reingehen will?

00:27:55: So als Verein ist es wichtig dass man da nicht mal eine gewisse Strom Tour, aber eine gewisse Offenheit in den Vereinen bringt und sagt hey wir wollen da gerne auch mal neue Wege gehen.

00:28:10: Und wie würden das gerne einmal anbieten?

00:28:13: Das erste was

00:28:14: dann meistens

00:28:14: auch gemacht wird ist so eine Art Sensibilisierung im Stilei was ist eigentlich Mentaltraining, Mentalcoaching und was sind wirklich die Basics.

00:28:25: Ich glaube mit den Basics können viele Trainer sich schonmal viele Trainer schon etwas mitnehmen.

00:28:33: Ich sage auch immer, dieser Kontrollbereich so was kann ich selber kontrollieren und was kann nicht kontrollieren?

00:28:39: So dass man schon mal damit schon mal startet und sagt hey wir versuchen das wirklich, dass jeder das für sich verinnerlicht wäre.

00:28:49: schon Mal in Form von Sensibilisierung Workshops schon mal ein erster Schritt.

00:28:55: Klar, ich war selber auch hier im Dorfverein mit meinem Sohn.

00:28:59: Da war ich auch ein Vatertrainer und danach war ich im NLZ-Trainer also ohne meinen Sohn und klar so einen Dorferein der wird keinen Mentalcoach jetzt für jeden Trainer da an die Seite stellen können.

00:29:15: Und ich kann auch jedem verstehen in dem Amateurbereich das ja nicht zwingend sagt hey ich will dir jetzt den Mentalcoache umdrehen in meinem Amateurtrainer sein, da mich weiterzuentwickeln.

00:29:29: Wie gesagt, ich glaube für Vereine ist so Sensibilisierung, Workshops.

00:29:33: und diejenigen die trotzdem sagen hey ich will mich da weiter entwickeln, die haben ja dann zumindest schon mal eine Anlaufstelle.

00:29:40: und je höher das Niveau ist, der ist so größer sind natürlich auch die Kapazitäten oder sollten die Kapacitäten sein da auch jemanden entweder intern im Verein zur Verfügung zu stellen oder aber als externen Experten, auf dem man da verweisen kann.

00:29:58: Was wären für dich wenn wir jetzt sagen okay wir reden nicht von externer Unterstützung sondern du hast es ja schon selbst angesprochen?

00:30:06: Man will sich jetzt als Trainer in den Bereich weiterentwickeln.

00:30:10: was werden vielleicht so die ersten... Ja also kannst du eigentlich auch selbst entscheiden ob du sagst so die erste Sache oder die ersten drei je nachdem was du da auch gerne Erzählen möchte es, was dir dazu einfällt zu dem Thema.

00:30:23: Aber wie könnte man am Anfang die ersten drei Sachen daran gehen?

00:30:29: Was kann man machen um sich selbst weiterzuentwickeln und was kann da seiner Mannschaft mitgeben?

00:30:36: Grundsätzlich gibt es... eine Hülle und Fülle an Büchern im Allgemeinen.

00:30:41: Ich glaube, jemand der sich wirklich Interesse hat, der kann natürlich auch in Form von Bücheren, Podcasts das was wir hier machen, kann sich da auf jeden Fall auch inspirieren.

00:30:53: Wichtig ist aber dass nach jeder Inspiration soll natürlich auch eine gewisse Umsetzung kommen.

00:31:00: Und

00:31:01: wenn wir jetzt nochmal den Bereich, das Beispiel von dem Kontrollbereich nehmen ich vergleiche unseren Körper Sowohl den Kopf als auch das körperlich, also auch das geistige sozusagen vergleiche ich gerne wie eine Batterie.

00:31:17: Und

00:31:18: es gibt halt verdammt viele Dinge an denen wir unsere Batterie entladen oder mit denen wir diese Batterie erladen.

00:31:26: Das heißt wir regen uns über Dinge auf die wir ärgern uns über was Wir machen uns permanent Gedanken wo verschiedene Situationen und so weiter.

00:31:38: Das erste was also mit dem Bezug auf bewusst sein, das haben wir eben ja schon vorgesprochen.

00:31:44: Wir müssen als erstes zuerst mal bewusst werden, was sind eigentlich Dinge an denen ich Energie verlieren?

00:31:54: Und wenn ich das schon einmal herausgefunden habe, was die Dinge an den ich Energie verloren hab dann gilt es herauszufinden von diesen Dingen welche kann ich selber kontrollieren und welche kann nicht kontrollieren so und da merkt man relativ schnell schon Hey, da sind so viele Dinge an denen ich wirklich meine Energie verliere.

00:32:14: Wirklich Tag für Tag oder Training für Training oder Spiel für Spiel, obwohl ich meine Batterie und meine Energie... Die brauch ich ja, die hab' ich ja sowas von nötig für meinen Alltag.

00:32:24: Für mein Training aber vorzubereiten und das Training zu geben damit es auch im Endeffekt über das rüberkommt was ich auch vermitteln möchte oder aber auch für das Spiel.

00:32:34: Und ist mir das wert dass sich da Dinge verlieren oder Energie verlieren an Sachen die ich so selber nicht kontrollieren kann?

00:32:43: So, für mich ist das wirklich die Basis von allem.

00:32:47: Das muss einem aber zuerst mal bewusst werden.

00:32:50: Klar, das ist jetzt ein schönes Beispiel.

00:32:52: Wenn man sich das anhört, dann denkt man, okay, Batterie vielleicht ist der eine oder andere, der sich schon denkt, ja da werde ich irgendwann mal vielleicht noch dran denken.

00:33:02: Aber da gilt es jetzt auch, hey, ich habe das Beispiel und mir muss bewusst werden,

00:33:07: d.h.,

00:33:07: da muss ich auch reflektieren.

00:33:12: muss ich auch in der Lage sein, mal zwei, drei, fünf Minuten mich am Tag hinzusetzen und meine Gedanken aufzuschreiben um zu merken.

00:33:19: Was sind denn wirklich Dinge an die ich meine Energie verliere?

00:33:24: Es geht Inspiration alles Mögliche aber es geht danach im Endeffekt immer um diese Umsetzung.

00:33:31: Genau bei der Umsetzung weiß ich nicht.

00:33:37: also vielleicht könnte man als Trainer daran so ein bisschen an sich selbst ... zweifeln, wenn ich jetzt so sage okay... Ich habe jetzt Bücher gelesen.

00:33:47: Ich hab mir Podcast angehört.

00:33:49: So das ist natürlich schon mal super, wenn man das macht auch weil.. ..ich meine wenn man nicht auf dem mega hohen Niveau unterwegs ist dann machst du nebenbei noch ein Job und so.

00:33:59: Das ist ja also extrem viel Aufwand.

00:34:01: und wer sich dann noch zusätzlich da weiterbildet, dass es ja auf jeden Fall echt schonmal mega.

00:34:07: aber man kann ja dann vielleicht auch sagen okay irgendwo ist es ja nur so ein bisschen Halbwissen, man ist ja jetzt noch kein Fachmann für Mentalcoaching.

00:34:17: Und dann fragt man sich vielleicht auch okay kann dann eben auch was ich mache kontraproduktiv sein und dass man da vielleicht so ein bisschen gehämmtes in seinem Handeln.

00:34:31: also wie siehst du das denn in der Umsetzung vor dem Hintergrund?

00:34:36: Dass man ja jetzt keinen Fachmann dafür in Anführungszeichen ist

00:34:39: Kontraproduktiv meinst du in Form von, man inspiriert sich an so vielen Sachen und kommt ihnen gar keine Umsetzung oder man setzt was um ohne sicher zu sein ob das auch wirklich ist.

00:34:50: Ja genau also man setzt etwas um und fragt sich dann okay wird passiert entweder halt gar nichts es wäre jetzt nicht so schlimm oder kann es vielleicht sogar irgendwie das Gegenteil bewirken?

00:35:06: Also wie gesagt in den Büchern, wenn du schon jetzt ein Buch nimmst also ich glaube da gibt es ja Zichtbücher die ist auch sehr gute Bücher.

00:35:16: Da gibt's ja immer wieder ganz konkrete Übungen, ganz konkreter Fragen die da gestellt werden und da gibts.

00:35:24: also ich würde sagen in fast jedem solcher Bücher gibt es halt wirklich auch was Konkretes das man umsetzen kann.

00:35:29: Das wird dann den Rat denn ich da wirklich geben würde.

00:35:33: eine Passage kommt und wenn man sagt, hey das finde ich interessant.

00:35:37: Das würde ich gerne angehen, dass man dann sagt okay bevor ich jetzt weiterlese und mich noch inspiriere und noch Input

00:35:44: bekommen

00:35:44: und noch um weitermache, dann mach Buch zu schreib mal auf was da drin gestanden hat die Übung und setz da mal etwas um und versuche das in meinem Bereich umzusetzen.

00:35:58: gar nicht das schwierigste sondern ich lag immer vor von den ganzen Lösungsansätzen, die du da hast.

00:36:05: Was ist das Einfachste für dich umzusetzen?

00:36:08: Das ist das einfachste was du machst.

00:36:09: Also bevor ich jetzt sage, bevor man sich sagt okay jetzt werde ich jeden Abend eine halbe Stunde meditieren und Loga machen weil Halan das gemacht hat und reflektieren wo wie kriege ich es in meinem Alltagsshop hin?

00:36:20: Dann würde ich sagen hey ich reflektiere schon mal zwei Minuten und schreibe ein paar Bilder drauf los und schreibe ein paar Bild meine Gedanken auf.

00:36:28: so dass ist ja schon einmal ein erster Schritt hin zu diesem.

00:36:31: Ich reflektiere ganz bewusst und strukturiert, immer so einfach wie möglich.

00:36:36: Und ich glaube da kann man sich wirklich inspirieren auch bei diesen Büchern, Podcasts, Hörbüchern und sagen okay wenn was interessant ist stopp das will ich auch wirklich umsetzen.

00:36:48: Ja genau also ich finde man kann sich ja dann auch gut die Frage stellen wenn man etwas gelesen hat oder im Podcast gehört.

00:36:56: Man merkt dann ja auch hat das was mit meiner Praxis ... zu tun, die ich ständig auf dem Platz erlebe.

00:37:05: So und ich glaube wenn dieser Moment eintritt dass du sagst ja okay das kenne ich irgendwie... dann ist die Chance schon ganz gut, dass man da jetzt auch nicht irgendwie kontraproduktiv ist und man sammelt dann ja auch seine Erfahrungen kriegt er mit wieder ein Spieler.

00:37:22: darauf reagieren klar Spieler sind natürlich individuell.

00:37:25: das heißt es kann sein eine Sache funktioniert bei dem einen besser als beim anderen aber das kriegst du dann ja.

00:37:31: Und wenn es mal irgendwie was ganz Neues ist, das für die Spieler auch ungewohnt ist.

00:37:35: Kann man ja auch sagen so ich würde das gern Maus probieren und seit Mal ein bisschen offen dafür und wir gucken mal ob das was bringt uns sonst verwerfen wir's eben zum Beispiel?

00:37:45: Genau genau.

00:37:46: Und es ist ja auch immer ein Unterschied ob ich etwas jetzt für mich selber mache wo ich sagt hey ich will selber an meiner Entwicklung was tun, mich da weiterentwickeln Ich möchte da meinen Bewusstsein ein bisschen schärfeln, ich möchte da herausfinden okay was kann ich da machen?

00:38:00: Und dann gibt es auch nochmal den Part, was kann ich mit Spielern machen?

00:38:06: Da muss man einfach sagen.

00:38:09: Das Ganze ist ja sowas von individuell und da gibt es keine Wunderlösung.

00:38:14: Man kann sich da auch inspirieren, dass irgendwelche Trainer irgendwas gemacht haben in die Richtung um einen Zusammengefüge zu schärfen oder aber um die Spieler mehr zu motivieren.

00:38:29: Das heißt aber nicht erstens ich das genauso rüberbringen kann und zweitens muss man sich bewusst sein, dass was ich rüberbringe kann sein, bei einem Fünffel ankommt kommt das gar nicht an, aber gar nicht weil man es falsch umgesetzt hat sondern weil die Triggerpunkte halt ganz ganz anders sind und die Motivation hinter den einzelnen Spielern ganz ganz unterschiedlich ist.

00:38:55: Ja ich finde das ganz spannend was du gerade reingebracht hast einmal mit dem Fokus ja ich als Trainer und meine eigene Entwicklung und auf der anderen Seite eben ja die Entwicklung des Spielers.

00:39:08: was kann ich bei denen bewirken?

00:39:11: Ich finde das total cool, weil ich ja gerade diese Frage in den Raum geworfen habe.

00:39:16: Dass man sich fragt, kenne ich das als Trainer?

00:39:19: Ja!

00:39:19: Aber es spielt natürlich auch eine Rolle, dass man seine Spieler gut kennt viel mit denen kommuniziert.

00:39:27: Auch nicht die ganze Zeit der ist er selbst spricht sondern eben auch zuhört viel.

00:39:32: Ich würde sogar sagen mehr zuhören als sprechen.

00:39:36: und

00:39:37: genau Dann kann man sich nämlich auch die Frage stellen, wenn man was hört im Podcast oder was gelesen hat.

00:39:45: Kennt mein Spieler das?

00:39:46: Das ist vielleicht sogar noch mal die wichtigere Frage weil dann weißt du okay, dann kann diesem Spieler das vielleicht helfen und da muss ich das ja gar nicht so als Allgemeinlösung für jeden benutzen.

00:40:02: Genau richtig!

00:40:03: Und jetzt werden wir davon sprechen Wenn wir das Beispiel nochmal nehmen mit dieser Batterie.

00:40:11: und dieser Kontrollbereich ist für jede Sportart, für jeden Sportlauf.

00:40:16: Für jede Person im Allgemeinen auch unabhängig von Sport extrem wichtig.

00:40:19: was kann ich kontrollieren?

00:40:20: Was kann ich nicht kontrollieren wenn ich als Trainer mich mal zwei Wochen damit einander gesetzt habe Mal nach einem Training fünf Minuten aufschreibe Hey!

00:40:30: Was waren heute Dinge an denen die Energie verloren haben?

00:40:33: wirklich ganz konkret Und von diesen Dingen die ich verlor wo ich Energie verloren habe.

00:40:38: Was waren Dinge, die ich selber kontrollieren kann?

00:40:41: Was waren Sachen, die nicht kontrollieren können.

00:40:44: So wenn ich das ja schon mal hinbekomme in einem Zeitraum von zwei Wochen, beispielsweise sind dann vier Trainings, zwei Spiele, das fünf Minuten zu reflektieren, dann wird mir das ja im Zukunft bedeutend einfacher fallen auch Spielern das zu vermitteln.

00:41:02: Wenn man merkt, der verliert gerade seine Energie an den Schiedsrichter.

00:41:06: Der verliert seine Energie auf die Tatsache, dass der Platz schlecht ist.

00:41:11: Weil das Wetter gerade wirklich kacke ist oder sonst was.

00:41:15: So wenn ich das ja schon mal für mich so verinnerlicht habe und sage hey das Bild von der Batterie hilft mir auch.

00:41:21: Wieso könnte das nicht dem ein oder anderen Spieler helfen?

00:41:24: Und dann kann man ja auch als Trainer viel, viel besser die Sache vermitteln und sagen ich habe selber.

00:41:30: Ich merke dasselbe ich hab selber meine Erfahrung gemacht auch im ganz kleinen Rahmen Und dann nach der spieler vielleicht auch okay das stimmt?

00:41:38: Ich will da nicht meine energie an Sachen verschwenden die ich selbstlos nicht kontrollieren kann.

00:41:44: wenn wir jetzt in die abschlussfrage reingehen die ist jetzt seit erletzten folgende neue und Das ist ja auch spannend weil du diese ... doppelte Perspektive ja sogar hast.

00:42:00: Einmal als Fußballtrainer hattest du ja angesprochen, aber eben auch als Mentalcoach.

00:42:05: und genau also man macht dir als Trainer so seine Erfahrungen und in der Zeit macht man ja auch selbst Fehler und merkt dann für sich Ja okay das hätte ich jetzt oder würde ich jetzt beim nächsten Mal anders machen?

00:42:21: Deshalb ist meine Frage für die Hörer was würdest Du den mitgeben?

00:42:28: Eine Fehler, wo du sagst, mach diesen Fehler nicht.

00:42:33: Eine Fehler macht diesen Fehler keine gute Frage.

00:42:45: Anstatt zu sagen machen wir es nicht würde ich vielleicht eher sagen was man machen sollte und zwar dass man offen sein sollte und auch Fehler akzeptieren und auch zugeben sollte.

00:43:02: Ich würde sagen, klar das war jetzt im NLZ hier in Belgien.

00:43:06: Das ist beim U-Twelve Bereich.

00:43:11: Wo ich das Gefühl hatte, dass am besten rübergekommen ist, war wenn ich Fehler zugegeben habe.

00:43:20: Das war das Feedback was die Spieler, die jungen Spieler mir dann auch vermittelt haben oder mir gegeben haben und nicht nur Die Spieler, sondern auch die Eltern.

00:43:36: Das war effektiv... Ich kann da vielleicht ein konkretes Beispiel, wenn ich das nenne?

00:43:44: Also mit der U-Twelve Mannschaft waren wir in einem anderen LHZ in Deutschland und da war aber kein Schiedsrichter vorhanden.

00:43:53: Und das waren wir dann gegen die andere Mannschaft ohne Schiedssrichter so in dem Stil.

00:44:01: Die Trainer, die werden das schon richtig managen.

00:44:03: Also die werden schon richtig sagen wann ein Foul ist und kein Foul oder so weiter.

00:44:08: Und da war dann ein hitziges Spiel.

00:44:11: Das waren dann ein paar Situationen wo man sagen könnte okay das war ja Foul, aber es war kein Foule.

00:44:20: Dann waren auch am Ende des Spiels wirklich ein bisschen hitziger.

00:44:26: Die Eltern von meiner Mannschaft, da war jetzt zum Beispiel ein Elternteil der wurde auch laut und sagt das war faul usw.

00:44:34: Spiel war dann zu Ende.

00:44:36: Und dann bin ich zu ihm gegangen und habe gesagt hey das war nicht meine Rolle Ich war kein Schiedsrichter sondern ich war hier als Trainer.

00:44:41: Ja und er sagte aber es ist wichtig die Spieler die vertrauen dir und die fordern auch von dir dass du sie auch verteidigst als Trainer.

00:44:55: Das habe ich mir so ein bisschen durch den Kopf gehen lassen.

00:44:58: Und dann effektiv, ein paar Tage später auch hatten wir wieder Training und dann hab' ich die Mannschaft genommen... ...und das war mir auch wirklich ernst gemeint, habe ich ihnen gesagt, hey!

00:45:06: Ich glaube, ich hätte da mehr eingreifen sollen.

00:45:09: Ich hätte da für uns oder für euch einstehen sollen.. ..und ich kann euch versprechen dass werde ich in Zukunft

00:45:15: machen.".

00:45:16: So und dann ist ein Junge ist bei seinem Vater gegangen der Vater der dann viel diskutiert hatte Und er hat mir dann eine Nachricht geschickt.

00:45:24: Da kommen wir jetzt noch ein bisschen gänsehaut, wo er sagte, dass er das noch nicht erlebt hätte.

00:45:29: Da hat sich das Trainer selbst in Frage stellen.

00:45:33: So und das ist glaube ich... So und seitdem war das Eis natürlich gebrochen da, da konnte ich danach machen, nicht was ich wollte aber auch, da war das Vertrauen da.

00:45:43: Aber da muss man halt auch offen sein und auch mal vieler zugeben

00:45:48: Ja ja, das ist ja auch finde ich also so'n sehr Ja, konstruktives Feedback gewesen wo man dann auch ja gemerkt hat so dass jetzt nicht so eine keine Ahnung also ich sehe einfach nur mein Kind und dessen Interessen sondern wo wirklich sowas hintersteckt ist.

00:46:10: Und dann kann man das denke ich auch gut annehmen ja und wenn wir jetzt nochmal du hast es sehr positiv umgedreht aber ... um jetzt nochmal meiner Frage treu zu bleiben, mach ich dann vielleicht noch mal so was Negatives daraus.

00:46:26: Den Fehler den man nicht machen sollte ist glaube ich so zu denken dass man Fehler nicht zugeben darf.

00:46:32: als Trainer.

00:46:33: Also ich glaub das man oft einfach denkt weiß ich nicht, dass man dann vielleicht Schwäche damit zeigt und sich durchsetzen muss... ...und dass man diesen Fehler eben nicht machen sollte.

00:46:47: Ja, soll ich das zu trauen?

00:46:48: Einfach mal zu sagen okay, das hätte ich anders machen können

00:46:50: ja.

00:46:51: Absolut!

00:46:52: Ja, gut gesagt.

00:46:53: Dann vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

00:46:56: Hat mir viel Spaß gemacht?

00:46:58: Sehr gerne!

00:46:58: Hat mir auch Spaß gemacht.

00:46:59: Vielen dank Tjaif.

00:47:00: Und für die Hörer nochmal ich habe schon Zusagen von weiteren Gästen.

00:47:04: das heißt da könnt ihr euch auf neue Folgen freuen und dann hören wir uns beim nächsten Mal.

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